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Ärger um Mann mit der Pfeife

Michael Schmidt, 03.10.2009

Ärger um Mann mit der Pfeife

Nachdem zuletzt meist Gebesee das bessere Ende im Nachbarschaftsduell der Fußball-Landesklasse für sich hatte, gelang diesmal Dachwig ein glücklicher 2:1-Sieg. Nach dem Spiel war vor allem ein Gebeseer krachsauer - Marco Eck. Er fühlte sich und sein Team v. a. von Schiedsrichter Geburtig/Ammern um die Punkte betrogen. TA sprach mit dem 27-Jährigen, der beim FC Rot-Weiß Erfurt das Fußballspielen erlernte und über die Stationen Erfurt-Nord, Gotha, Geisa und Empor Erfurt 2008 den Weg nach Gebesee fand.

Herr Eck, an welchen konkreten Situationen machen Sie ihre massive Kritik am Schiedsrichter fest?

Erstens: Das Schiri-Trio war zu keiner Zeit des Spieles Herr der Lage. Die Situation, die zum Elfmeter führte war genauso ein Witz. Selbst nach dem Spiel konnte sie der Referee nicht einmal kommentieren, weil er gar nicht wusste warum er ihn gegeben hat. Das ist dann schon sehr traurig. Weiterhin das nicht gegebene Tor zum 2:2, zumal der Ball noch vom Gegenspieler weitergeleitet wurde, sowie die gelb-rote Karte für Bastian Urbach. Dieser unterhielt sich mit mir über eine der fragwürdigen Entscheidungen des Referees. Dieser spurtete zu uns und meinte, dass es mit dem Lamentieren reicht und stellte ihn somit vom Platz. Zweitens: Die Äußerungen von Seiten des Schiris gegenüber Spielern, "haltet die Schnauze oder ich stell euch mit Rot vom Platz". Wer solche Äußerungen als Unparteiischer von sich gibt, gehört einfach nicht auf den grünen Rasen, immerhin wollen die Vereine sauberen Fußball erleben und nicht immer wieder Einzelleistungen des Schris und seines Gespanns.

Auch in den letzten Spielen wurde immer schon über Schiedsrichter diskutiert. Meinen Sie wirklich, dass Sie bewusst als Verein und einzelne Spieler von den Unparteiischen benachteiligt werden?

Wenn man, ich glaube 32 gelbe Karten hat und zwei Platzverweise, spricht das für sich. Und mit Sicherheit gibt es unter den Schiedsrichtern Absprachen, welche Spieler man sich besonders vormerken sollte. Das Spiel in Dachwig belegt, dass wir klar und deutlich von Beginn an benachteiligt wurden, denn wir waren die Mannschaft mit den besseren Chancen und Tormöglichkeiten. Für Dachwig legten sich Herr Geburtig und seine zwei Fahnenträger richtig ins Zeug. Am Ende half es ja auch.

Sie kritisieren selbst, dass die Mannschaft zu viele gelbe und gelb-rote Karten kassiert. Das kann doch nicht nur an dem Schiri liegen? Sollte sich der eine oder anderen vor allem wegen der "Meckerei" etwas zurücknehmen?

Sicher wissen wir auch, dass wir zu viele Entscheidungen kommentieren, das müssen wir einfach in den nächsten Wochen und Monaten abstellen. Aber wissen Sie, wenn man fast wöchentlich viele eindeutige Fehlentscheidungen hinnehmen muss, und solche, die einen meisten noch drei Punkte kosten, kann man sich nicht immer zurückhalten.

In der letzten Saison in der Staffel Ost mit einem furiosen Endspurt noch fast ganz oben gelandet, spielt man nun zusammen mit Dachwig in der West-Staffel. Worin liegen sportlich die Unterschiede und welche Zielstellung gibt es für die laufende Saison?

Die Oststaffel ist für spielerische Mannschaften schon die bessere. Es findet viel mehr Spielfluss statt als in der Weststaffel. Die Mannschaften dort stellen sich in der Regel hinten rein, spielen mit Libero, was es in der Oststaffel fast gar nicht mehr gibt und versuchen mit langen Bällen auf die Stürmer das Spiel für sich zu entscheiden. Unser Ziel ist es, an die Leistung der letzten Halbserie anzuknüpfen, auch wenn nicht mehr alle Spieler mit an Bord sind und ja, am Ende mit ganz oben stehen, möglichst vor Dachwig.

Morgen gibt es im Heimspiel gegen Aufsteiger Preußen Bad Langensalza im weitesten Sinne wieder ein Derby. Was erwarte Sie von diesem Spiel?

Wir brennen alle auf dieses Spiel, der Trainer hat uns gut darauf eingestimmt. Wir wollen diesmal schließlich als Sieger vom Platz gehen. Auch unseren Zuschauern würde das gut tun. Ich denke, wir sind in einer guten Verfassung, spielerisch sah es am letzten Wochenende schon gut aus und wenn wir nahtlos an diese Leistung anknüpfen können, bleiben die Punkte auf alle Fälle in Gebesee.

Gespräch: Jürgen BRUHN.


Quelle:Thüringer Allgemeine, Lokalteil Sömmerda, 2.10.2009